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Simandous Preis: die Bergbaurechte hinter Steinmetz’ Bestechungsverurteilung

The Ledgers Africa · Sonderbericht

Das Geschäft hatte Milliardenwert; im Strafverfahren ging es darum, wie die Rechte erlangt wurden. Das Schweizer Bundesgericht bestätigte im März 2025 Beny Steinmetz’ Verurteilung im Zusammenhang mit Simandou in Guinea, verwies aber die finanzielle Forderung zur Neubeurteilung zurück. Das sind zwei verschiedene Ergebnisse, keine vollständige Aufhebung des Urteils.

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Symbolische Illustration von Eisenerzbergen und einem Schlüssel für den Zugang zu Bergbaurechten.
KI-generierte redaktionelle Illustration. Keine Darstellung einer tatsächlichen Szene oder eines Beweismittels. — The Ledgers

Die Dokumentation

Eine Lizenz wird zum Milliardenvermögen

BSGR erhielt im Dezember 2008 Rechte an den Simandou-Blöcken 1 und 2. Im April 2010 vereinbarte das Unternehmen den Verkauf einer Beteiligung von 51 Prozent an den brasilianischen Bergbaukonzern Vale für 2,5 Milliarden Dollar. Dieser Betrag bezeichnet die Transaktion, weder Bestechungsgeld noch Guinea zugesprochenen Schadenersatz. [1]

Das Strafverfahren untersuchte den Weg zu diesen Konzessionen. Nach den von OCCRP wiedergegebenen Feststellungen versprachen Verträge Mamadie Touré, der Ehefrau des verstorbenen Präsidenten Lansana Conté, Millionen Dollar für Hilfe bei der Lizenzvergabe. Das Genfer Gericht stellte fest, dass sie den Präsidenten beeinflusste. Es stellte auch Verschleierungsversuche fest, darunter Bemühungen, belastende Verträge vernichten zu lassen. [1]

Was die letzte Schweizer Beschwerde änderte

Die Entscheidungen vom 24. März 2025, veröffentlicht am 4. April, bestätigten Steinmetz’ dreijährige Strafe: 18 Monate unbedingt und 18 Monate bedingt. Die Ersatzforderung von 50 Millionen Franken wurde zur Neubeurteilung nach Genf zurückverwiesen. Public Eye unterscheidet diese Forderung von einer gewöhnlichen Busse; für die Diskussion über die Abschöpfung von Erträgen ist das wesentlich. [1][2]

Steinmetz hielt an seiner Unschuld fest. Seine Anwälte kritisierten das Urteil und kündigten einen Gang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an. Eine angekündigte Beschwerde ist noch keine Entscheidung, welche die Schweizer Verurteilung aufhebt. [1]

Der Wert wechselte vor dem Erz den Besitzer

Lizenzgeschichte und Gerichtsakten zeigen zusammen, warum die Vergabe einer Konzession so folgenreich sein kann wie der spätere Mineralverkauf. Die Kontrolle über eine Lagerstätte kann einen Transaktionswert von Milliarden erreichen, bevor die Förderung öffentliche Einnahmen schafft. Darin liegt die redaktionelle Bedeutung dieses Falles; damit wird nicht jedes später an Simandou beteiligte Unternehmen beschuldigt.

Strafurteil, Neuberechnung der Ersatzforderung und tatsächlich an betroffene Gemeinschaften zurückgeflossene Mittel müssen getrennt verfolgt werden. Eine Freiheitsstrafe ist eine Form der Rechenschaft. Sie belegt allein nicht, was Guinea erhalten hat.

Auf Grundlage von Berichten von: OCCRP · Bundesgerichtsentscheid und Antwort der Verteidigung · 4. April 2025; Public Eye · Chronologie des Simandou-Verfahrens.

Quelldokumente

02
  1. OCCRP · Bundesgerichtsentscheid und Antwort der Verteidigung · 4. April 2025occrp.org
  2. Public Eye · Chronologie des Simandou-Verfahrenspubliceye.ch

Dossier-Aktualisierungen

  1. Erstveröffentlichung

    Bericht veröffentlicht

  2. Status aktualisiert

    Abgeschlossen

    Redaktioneller Recherchestatus erfasst.

Redaktioneller Hinweis

The Ledgers Africa: Auswertung der unten datierten Gerichtsunterlagen, Unternehmenserklärungen und Medienberichte. Kein Anspruch auf eigene Vor-Ort-Recherche. Die Parteien wurden für diesen Beitrag nicht gesondert kontaktiert. Der redaktionelle Status ist vom rechtlichen Verfahrensstand zu unterscheiden.

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