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Kongo-Spur im Spendenstreit im Weißen Haus

Der Streit um eine „verschwundene Spende“ im Umfeld Donald Trumps lenkt den Blick auf eine Geldüberweisung mit Verbindung zur Demokratischen Republik Kongo. Wie Mediaite unter Berufung auf einen Bericht der New York Times schreibt, wurden die im Mittelpunkt des Streits stehenden 17,6 Millionen US-Dollar von einem mit der kongolesischen Regierung verbundenen Konto an das texanische Unternehmen TX-AT überwiesen. Richard Grenell weist die Vorwürfe zurück.

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Redaktionelle Collage aus Donald Trumps Porträt, dem Weißen Haus, Kinshasa und der Flagge der Demokratischen Republik Kongo.
Mit KI erstellte redaktionelle Collage auf Grundlage von Trumps offiziellem Porträt. Kein Foto eines tatsächlichen Ereignisses. — Portrait: Daniel Torok / White House; collage: The Ledgers

Die Dokumentation

Eine Auseinandersetzung zwischen Alina Habba Mildon, der früheren Anwältin von US-Präsident Donald Trump, und dessen Sondergesandtem Richard Grenell wirft Fragen zur Herkunft einer Zahlung an ein Rüstungsunternehmen und zum Verbleib von Geldern auf, die angeblich für das Kennedy Center bestimmt waren. Laut Axios beauftragte Trump das Rechtsbüro des Weißen Hauses damit, die Vorwürfe zu prüfen.

Im Zentrum des Streits steht Habbas Ehemann, der türkische Unternehmer Turhan Mildon. Habba macht geltend, ein Teil des Geldes, das ihr Mann im Rahmen einer geschäftlichen Zahlung überwiesen habe, hätte als Spende an das Kennedy Center weitergeleitet werden sollen, sei dort aber nicht angekommen.

Eine Zahlung über 17,6 Millionen Dollar, ein Vorwurf über 5,6 Millionen

Nach den im TheLedgers-Bulletin wiedergegebenen Recherchen der NYT belief sich die Überweisung an TX-AT im Mai 2025 auf 17,6 Millionen US-Dollar. Habbas Darstellung zufolge waren davon 5,6 Millionen Dollar für das Kennedy Center vorgesehen. Die beiden Beträge bezeichnen unterschiedliche Dinge: Der eine ist die gesamte Zahlung auf das Unternehmenskonto, der andere der angeblich darin enthaltene Spendenanteil.

Mediaite berichtete unter Verweis auf den NYT-Artikel vom 17. Oktober, das Geld sei von einem mit der kongolesischen Regierung verbundenen Konto gekommen. Laut TheLedgers-Bulletin war der Name des Absenders in den zunächst dem Weißen Haus vorgelegten Unterlagen geschwärzt. Die Verbindung eines Kontos zur Regierung belegt für sich genommen weder, wem das Geld rechtlich gehörte, noch auf Grundlage welchen Vertrags es gezahlt wurde.

Grenell weist die Vorwürfe zurück

Grenell erklärt, er habe keine Zahlung von Mildon erhalten und nie verlangt, für das Kennedy Center bestimmtes Geld an eine andere Stelle zu überweisen. Nach dem im Bulletin wiedergegebenen NYT-Bericht räumte Grenell ein, TX-AT im Jahr 2024 beraten zu haben. Zum Zeitpunkt der Überweisung habe jedoch keine Verbindung mehr zum Unternehmen bestanden.

Habba und Mildon lehnten in dem Axios-Bericht vom 14. Oktober über ihre Sprecher eine Stellungnahme ab. Das Bulletin berichtet, Mildons Anwalt habe dem Weißen Haus noch am selben Abend einen Überweisungsbeleg und Nachrichtenverläufe vorgelegt. Die Echtheit der Nachrichten wurde nicht unabhängig überprüft.

Warum die Verbindung zum Kongo wichtig ist

Milvest, die Bausparte der von Mildon geleiteten Miller Holding, ist an öffentlichen Projekten im Kongo beteiligt. Diese Aktivitäten bilden den Hintergrund der Überweisung. Das TheLedgers-Bulletin nennt darunter das Finanzzentrum Kinshasa, die Kinshasa Arena und ein Projekt für einen Drohnenstützpunkt in Kisangani. Die ausgewerteten Quellen enthalten nicht genügend Informationen, um eine direkte Verbindung zwischen diesen Projekten und der Zahlung an TX-AT herzustellen.

Wie Mediaite unter Berufung auf die NYT berichtet, bestätigte Mildon, dass er den Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, Félix Tshisekedi, berät und einen Diplomatenpass des Landes besitzt.

Offene Fragen

Auf welchem Vertrag beruhte die Zahlung von 17,6 Millionen Dollar? Wem gehörte das Absenderkonto? Gab es eine schriftliche Zusage zu den angeblich für das Kennedy Center vorgesehenen 5,6 Millionen Dollar? Welches Produkt oder welche Dienstleistung lieferte TX-AT im Gegenzug?

Solange diese Fragen ungeklärt sind, kann die umstrittene Zahlung für sich genommen nicht als Beweis für Fehlverhalten gelten. Die hier wiedergegebenen Vorwürfe werden nicht als feststehende gerichtliche Feststellungen dargestellt. Grenells Zurückweisung der Vorwürfe ist ein wesentlicher Bestandteil der Darstellung.

Auf Grundlage von Berichten von: The Ledgers · Bulletin / Sonderdossier · 18. Oktober 2026; Axios · 14 Oktober 2026; Mediaite · 17. Oktober 2026 · Wiedergabe des NYT-Berichts; The New York Times · 17. Oktober 2026 · Von Mediaite zitierter Originalbericht; White House Historical Association · Offizielles Trump-Porträt · Daniel Torok.

Quelldokumente

05
  1. The Ledgers · Bulletin / Sonderdossier · 18. Oktober 2026Kein öffentlicher Link angegeben
  2. Axios · 14 Oktober 2026axios.com
  3. Mediaite · 17. Oktober 2026 · Wiedergabe des NYT-Berichtsmediaite.com
  4. The New York Times · 17. Oktober 2026 · Von Mediaite zitierter Originalberichtnytimes.com
  5. White House Historical Association · Offizielles Trump-Porträt · Daniel Torokwhitehousehistory.org

Dossier-Aktualisierungen

  1. Erstveröffentlichung

    Bericht veröffentlicht

  2. Status aktualisiert

    Recherche läuft

    Redaktioneller Recherchestatus erfasst.

Redaktioneller Hinweis

Die Vorwürfe sind umstritten. TheLedgers hat die zugrunde liegenden Bankunterlagen und Nachrichtenverläufe nicht unabhängig auf ihre Echtheit überprüft. Das Bild ist eine mit KI-Unterstützung erstellte redaktionelle Montage auf Grundlage des offiziellen Trump-Porträts von Daniel Torok / Weißes Haus; es zeigt kein tatsächliches Ereignis.

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